Warum Phytoöstrogene nicht immer helfen: Die wahren Ursachen hormoneller Beschwerden
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Aktualisiert: vor 2 Tagen

Viele Frauen greifen bei PMS, Östrogendominanz, Wechseljahresbeschwerden, oder hormonellen Sörungen zu pflanzlichen Präparaten wie Soja, Rotklee oder Salbei. Sie gelten als natürliche Alternative zur Hormontherapie und können bei einigen Frauen Beschwerden lindern.
Doch stellt sich eine wichtige Frage:
Behandeln Phytoöstrogene tatsächlich die Ursache der Beschwerden – oder lindern sie vor allem die Symptome?
Was sind Phytoöstrogene?
Phytoöstrogene sind natürliche Pflanzenstoffe, die unter anderem in Soja, Rotklee, Frauenmantel, Schafgarbe, Himbeerblättern oder Salbei vorkommen. Aufgrund ihrer chemischen Struktur können sie an Östrogenrezeptoren im Körper binden und dadurch hormonähnliche Wirkungen entfalten.
Deshalb werden sie seit vielen Jahren bei PMS, Zyklusbeschwerden oder Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.
Wie wirken Phytoöstrogene?
Phytoöstrogene können die Östrogenrezeptoren besetzen und dadurch hormonelle Beschwerden vorübergehend lindern.
Genau hier liegt aus meiner Sicht jedoch das eigentliche Problem.
Die Symptome können zwar vorübergehend nachlassen, die eigentliche Ursache der hormonellen Dysbalance wird dadurch jedoch nicht beseitigt.
Meine Erfahrung aus der Praxis
In meiner Praxis beobachte ich immer wieder, dass Frauen nach anfänglicher Besserung erneut Beschwerden entwickeln oder sich die Symptome langfristig sogar verstärken.
Der Grund dafür ist aus meiner Sicht, dass hormonelle Beschwerden nur selten isolierte Östrogenprobleme sind.
Viel häufiger finde ich tieferliegende Regulationsstörungen, beispielsweise:
Störungen des Stoffwechsels
Dysregulation des Nervensystems
chronischen Stress beziehungsweise einen dauerhaften Stressstoffwechsel
Nebennierenschwäche
mitochondriale Funktionsstörungen
Störungen im Zink-Kupfer-Haushalt
Schilddrüsenfunktionsstörungen
chronische Entzündungen
eine eingeschränkte hormonelle Regulation
Solange diese Ursachen bestehen bleiben, kann sich das Hormonsystem nach meiner Erfahrung nicht dauerhaft stabilisieren.
Warum sich unsere heutige Situation von früher unterscheidet
Aus meiner Sicht hat sich unsere Umwelt in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert.
Viele Menschen leben heute dauerhaft unter chronischem Stress. Das Nervensystem befindet sich häufig in einem Überlebensmodus. Gleichzeitig sind wir einer Vielzahl hormonell wirksamer Umweltstoffe – sogenannter Xenoöstrogene – ausgesetzt.
Auch Entzündungen, Stoffwechselstörungen und Umweltbelastungen beobachte ich heute deutlich häufiger als noch vor einigen Generationen.
Deshalb bin ich der Meinung, dass sich Phytoöstrogene unter den heutigen Lebensbedingungen nicht mehr zwangsläufig so auswirken wie möglicherweise vor hundert oder zweihundert Jahren.
Warum ein Östrogenmangel und eine Östrogendominanz gleichzeitig bestehen können
Ein Punkt, den ich in meiner Praxis immer wieder beobachte, ist, dass Frauen gleichzeitig Zeichen eines Östrogenmangels und einer Östrogendominanz zeigen können.
Aus meiner Sicht liegt das daran, dass Hormone nicht nur über Blut- oder Speichelwerte beurteilt werden sollten. Entzündungsprozesse, Stoffwechselstörungen sowie die Verteilung und Speicherung von Hormonen – beispielsweise im Fettgewebe – spielen nach meiner Erfahrung ebenfalls eine wichtige Rolle.
Deshalb betrachte ich Laborwerte immer im Zusammenhang mit den Beschwerden und der gesamten Stoffwechselsituation.
Mein Fazit
Ich sehe Phytoöstrogene nicht als Ursachenbehandlung.
Sie können aus meiner Erfahrung Beschwerden kurzfristig lindern. Die eigentlichen Ursachen hormoneller Dysbalancen werden dadurch jedoch häufig nicht beseitigt.
Genau deshalb verfolge ich in meiner Praxis einen anderen Ansatz.
Im Mittelpunkt steht für mich nicht die kurzfristige Unterdrückung einzelner Symptome, sondern die Suche nach den Ursachen.
Dazu gehören unter anderem:
die Regulation des Stoffwechsels,
das Nervensystem,
die Schilddrüse,
die Nebennieren,
die Mitochondrien,
der Zink-Kupfer-Haushalt,
chronische Entzündungen,
Umweltbelastungen,
sowie die individuelle hormonelle Regulation.
Erst wenn diese Zusammenhänge berücksichtigt werden, kann sich das Hormonsystem nach meiner Erfahrung langfristig wieder regulieren.
Vereinbaren Sie bei Interesse an meiner Therapie gerne ein kostenfreies und unverbindliches telefonisches Kennenlerngespräch über die Patientenanfrage.



