Instabile Halswirbelsäule als mögliche Ursache für eine sekundäre Pyrrolstörung (KPU/HPU)


Ein ständig knackender oder knirschender Nacken, Kreislaufprobleme oder Schwindel bei schnellen Drehbewegungen des Kopfes - Diese Symptome deuten auf ein instabiles Genick hin und sollten daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie ein Grund für eine sekundäre KPU/HPU sein könnten. Diese erworbene Störung der Mitochondrien wirkt sich auf unterschiedlichste Weise auf Ihren Körper aus und kann unbehandelt über die Jahre zu ernsten gesundheitlichen Beschwerden führen. Müdigkeits- und Erschöpfungssyndrom, Allergien, Migräne, Depression, Schilddrüsenstörungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien und sogar Herzprobleme sind nur einige der möglichen Folgen.


Eine instabile Halswirbelsäule entsteht durch plötzliche Gewalteinwirkungen auf den Kopf- Nackenbereich, welche häufig zu Verletzungen der Haltebänder im Genickgelenksverband führen. Die Bänder reißen ein und verlieren an Festigkeit, sodass eine Überbeweglichkeit im Genickgelenksbereich entsteht. Da sich Kinder in einer noch nicht abgeschlossenen Wachstumsphase befinden, sind Traumatisierungen bei ihnen noch relativ harmlos, da die Bänder elastisch sind. Die Bänder eines Erwachsenen bestehen aus einem kollagenen Gewebe und sind somit nicht dehnbar und können einreißen. Dies führt zu einer Überbeweglichkeit der HWS.


möglichen Ursachen für eine instabile Halswirbelsäule:


  • Gewalteinwirkungen auf Kopf- und Nackenbereich durch Kampfsportarten

  • Stürze beim Ski- bzw. Snowboardfahren, Fahrradstürze, Kopfaufprall auf Pflaster, Stürze im Freizeitbereich wie z.B. Trampolinspringen, Kampfsportarten

  • Vollnarkosen mit Überstreckung des Genickgelenksverbandes



Wie lässt sich ein HWS-Trauma nachweisen


HWS-Traumata sind durch heutige Lifesyle-Sportarten, Alltagsverletzungen und durch Vollnarkosen weit verbreitet. Am wichtigsten ist für mich bei Verdacht auf ein HWS-Trauma die sorgfältige Anamneserhebung. Erste Hinweise liefern mir Beobachtungen von Einschränkungen im Genickgelenksbereich bei folgenden Bewegungsabläufen:

  • Überkopfarbeiten

  • Tätigkeiten in gebeugter Haltung

  • Retroflexion des Kopfes (Überkopfstreckung)

  • Brustschwimmen

  • Gardinen aufhängen

  • Haarwäsche beim Frisör

  • HWS Beschwerden am PC

  • beim Bügeln, Arbeiten am Herd

  • vertikale Erschütterungen beim Radfahren (nur senkrecht möglich)

  • beim Gehen mit harten Absätzen

  • Erschütterungen bei PKW-Fahrten


Außerdem kann der Nachweis durch ein Sandberg-Röntgen durch offenen Mund in zusätzlicher Links- und Rechtsneigung erfolgen. Die Überbeweglichkeit des HWS-Gelenks kann hierdurch schon häufig erkannt werden. Diese einfache Aufnahme reicht in der Regel aber nicht aus, um die Situation der Bänder zu beurteilen. Hierfür ist heutzutage ein Upright-MRT das Mittel der Wahl. Damit lassen sich auch Flüssigkeitsansammlungen durch die Reizung der Wirbelsäulengelenke, Benderläsionen und Überbeweglichkeit der Bänder gut darstellen.


Interessanterweise weist eine große Anzahl an Patienten eine einseitig unterentwickelte Wirbelsäulenarterie (Arteria vertibralis) auf, welche angeboren oder auch Folge einer Traumatisierung oder einer drastischen Manualtherapie (Einrenkung) im Genickgelenksbereich sein kann. Bei Menschen ohne HWS-Trauma stellt diese unterentwickelte Arterie kein Problem dar, bei Instabilitäten oder Verschiebungen des Genickgelenks kann es zur Kompression der anderen Seite der normalen Wirbelsäulenarterie zur Einklemmung kommen, so dass die unterentwickelte Wirbelsäulenarterie nicht mehr in ausreichendem Maße die


Durchblutung der hierfür zuständigen Hirnregionen gewährleisten kann. Von der Unterversorgung wären in diesem Falle Kleinhirn, Seh-, Hörrinde des Hirns, Hippokampus (wichtig für Kurzzeitgedächtnis) Innenohr (Hör- und Gleichgewichtsorgan) und Hirnstamm betroffen. Wird das Gehirn längere Zeit mit Blut und Sauerstoff unterversorgt, führt es stets reaktiv zu einem Anstieg an NO (Stickstoffmonoxid), so erfolgt eine physiologische Gegenreaktion und der Soffwechsel wird heruntergefahren. Bei hohem NO-Gehalt kommt es unter anderem zu einer Synthesestörung der Gallensäure (Cholesterin kann sehr hohe Werte annehmen), sodass einzelne Pyrrolringe im Urin übrig bleiben, die dann als Pyrrolurie gelten. Wird der nitrosative Stress oder die Ursache einer instabilen HWS behandelt, verschwinden diese in der Regel wieder.

Maßnahmen zur Verbesserung einer instabilen Halswirbelsäule


Sie beinhalten folgende Stufen:

  • Früh am morgen und immer wieder tagsüber dürchgeführte Paddelübungen wie Achterkreisen (liegende Acht) im Genickgelenksbereich (sogenenntes Paddeln) können den Hirndruck senken

  • Augen- und Zungenübungen mit Blickwendung nach rechts oben und Zungenausstreckung nach links unten und umgekehrt. Dieses Fratzenziehen sollte mindestens 5-mal am Morgen und tagsüber durchgeführt werden

  • Bei starken Beschwerden sind vorsichtige Manualtherapien wie Dorn- und Kraniosakraltherapie angezeigt.

  • Flottes Gehen ermöglicht die Aufnahme von Sauerstoff, welches die NO-Bindung an Mitochondrien hemmt und somit zur Reduktion von nitrosativem Stress führt. Durch das Gehen wird außerdem rein physiologisch die gesamte Nacken- und Wirbelsäulenmuskulatur gekräftigt. Sie wirkt wie eine natürliche Halskrause.

  • Vom Kohlenhydratstoffwechsel her sollte auf stark glykämische Nahrungsmittel verzichtet werden, da sie dem Körper wichtige Vitalstoffe rauben. Diese wären Weißmehlprodukte und süße Nahrungsmittel wie Kuchen, Torten, Eis.

  • Vorm Zubettgehen darf ein Spätstück gegessen werden (glutenfreies Brot mit Butter oder Kokosnussöl)

  • Tragen eines Halsbandes (keine Halskrause) bei Haus und Gartenarbeiten sowie PKW-Fahrten

Die Grundlage für meine thematische Zusammenfassung bilden die Bücher 'KPU/HPU' von Kyra Kaufmann und 'Schwachstelle Genick' von Bodo Kuklinski

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