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Post-Pill-Syndrom



Viele Frauen, die über einen längeren Zeitraum künstliche Hormone zur Verhütung eingenommen haben, leiden nach dem Absetzen der Pille unter dem sogenannten "Post-Pill-Syndrom". Die Betroffenen klagen dann über u. a. folgende Symptome:

  • Zyklusstörungen (verkürzte bzw. verlängerte Zwischenblutungen oder das Ausbleiben der Periode)

  • PMS (starke Stimmungsschwankungen, Depressionen, Brustspannen, Wassereinlagerungen)

  • vermehrter Haarausfall

  • Auftreten oder Verschlimmerung von Akne

  • Libidoverlust und Scheidentrockenheit


Warum treten Symptome nach dem Absetzen der Pille auf?


Die Hauptursache für das Post-Pill-Syndrom sehe ich in einer Östrogendominanz und Schilddrüsenunterfunktion, welche durch die meist langjährige Einnahme der künstlichen Hormone verursacht wurden (künstliche Östrogene und Gestagene). Wird das künstliche Verhütungsmittel abgesetzt, dekompensiert das Hormonsystem häufig und die Beschwerden treten plötzlich und scheinbar aus dem Nichts auf. In Wirklichkeit wurden diese bis dahin aber einfach nur durch die Einnahme der künstlichen Hormone von außen kaschiert und unterdrückt.



Wie lange dauert es, bis sich der Zyklus wieder eingependelt hat?

In der Regel brauchen künstliche Östrogene nach dem Absetzen des Präparats ca. 6 Wochen, bis sie von der Leber abgebaut wurden und der Körper diese ausgeschieden hat. Dies setzt natürlich eine gute Leberleistung voraus. Die Leber bedarf in dieser Zeit gezielter Unterstützung in Form von Mikronährstoffen/Vitalstoffen, z.B. Vitamin C und E, Vitamin B6, Mariendistel, Diindolylmethan (DIM) sowie Entlastungsmaßnahmen wie z.B. Kaffeeeinläufe, CO₂-Bäder und homöopathische Mittel zur Leberentlastung.

Nach ca. drei Monaten sollte sich der Körper regeneriert und der Zyklus eingependelt haben.


In einigen Fällen besetzen die künstlichen Östrogene und Gestagene die Rezeptoren für das körpereigene Östrogen und Progesteron dauerhaft, wodurch diese nicht mehr daran andocken können. Das kann eine Heilblockade darstellen und die körpereigene Regulation des hormonellen Ungleichgewichtes zusätzlich erschweren. In diesem Fall kann eine homöopathische Ausleitung dieser Hormonpräparate angebracht sein.


Grundsätzlich gilt der Satz: 'je länger die künstlichen Hormone eingenommen wurden, desto länger braucht der Körper, um in die Regulation zu kommen und den Rhythmus wieder herzustellen'.


In der empfänglichen Phase, welche bis ca. 6 Wochen nach dem Absetzen der Pille andauert, empfehle ich, diese nicht zur Empfängnis zu nutzen, da die Speicher des Körpers durch die jahrelange Einnahme der Pille oft erschöpft sind und das hormonelle Gleichgewicht sich erst wieder einstellen muss. Außerdem kann sich eine Östrogendominanz der Mutter negativ auf den Verlauf der Schwangerschaft sowie auf das gesamte Leben des Kindes auswirken.



Mit welchen Maßnahmen kann der Hormonhaushalt wieder reguliert werden?


Nach dem Absetzen der Pille können folgende Maßnahmen dabei unterstützen, hormonelle Balance wiederherzustellen


  • Regulation der Mitochondrien / langsame Steigerung der Energie durch ausgewogene Ernährung mit ausreichend Makro- und Mikronährstoffen, Nahrungsergänzung (individualisiert), Regulierung von Calcium, Zink, Kupfer, HPU und Anpassung der relevanten Lebensfaktoren.

  • Unterstützung der Verdauung mit Verdauungsenzymen, Betain-HCL, Huminsäure, Rizole, Ochsengalle.

  • Unterstützung der ausleitenden Organe durch Entgiftungsmaßnahmen (Leber, Niere, Lymphe)

  • Regulation der Nebennieren durch Blutzuckerkontrolle mittels Ernährungsumstellung und Entlastungsmaßnahmen wie z.B. das Weglassen von Dingen wie Gluten, Milchprodukte, Zucker, Sojaprodukte usw.

  • Entgiftungsmaßnahmen können den Übergang zu einer normalen Hormonfunktion deutlich erleichtern. Die Ausscheidungsorgane Niere, Lymphe und insbesondere die Leber sollten durch gezielte Entlastungsmaßnahmen gestärkt werden.

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